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27/10: Studentenverbindungen – Die einzigen Alumni-Verbände

Wie der Standard vom 27. Oktober 2009 ganz richtig schreibt, ist das Alumniwesen hierzulande so gut wie gar nicht existent. Lediglich die hiesigen Studentenverbindungen stellen so etwas wie einen universitären Absolventenverband dar.

Die Studentenverbindungen sind nämlich aktuell die einzigen Zusammenschlüsse von Studenten und Absolventen, die nie parteipolitisch gebunden waren und über eine lange, die Geschichte der Universitäten begleitende Tradition verfügen. (Vom Techniker-Cercle einmal abgesehen.) Seit 1717, jenem Jahr, als die erste bis heute existierende Verbindung gegründet wurde, besteht durch die generationsüberlappende personelle Zusammensetzung der Korporationen eine kontinuierliche Bindung zu den Universitäten. Diese erste, heute noch bestehende Korporation, ist die Landsmannschaft Sorabia-Westfalen Münster im Coburger Convent. Selbstverständlich farbentragend, Mensuren schlagend und voller gelebter Traditionen.

Aber genug der Werbung für Sorabia-Westfalen. Dieser Artikel befasst sich ganz allgemein mit Studentenverbindungen. Unabhängig davon, ob sie aus Deutschland, der Schweiz, Estland oder Schweden stammen.

Gerade diese generationsübergreifende Kontinuität reflektiert den akademischen Geist vergangener Tage, wie auch den der Gegenwart. Das, von den Universitäten und studentischen Vereinigungen, gemeinsam erlebte Schicksal der letzten 300 Jahre ist es, das diesen Geist belebt. Aus diesem Grund verfügen die Studentenverbindungen über so etwas wie ein kollektives Wissen um die Universitäten, ihre Geschichte und den Weg, den sie bestreiten sollen. Die Mitglieder einer Korporation haben eine gewisse Verbundenheit mit ihren Bildungsstätten. Sie sind ihnen ganz einfach etwas wert. Anders als die linken Studenten, die nun das Wiener Audimax und die Grazer Vorklinik besetzt halten und in erpresserischer Manier lediglich auf ihren individuellen Vorteil bedacht sind, denken Verbindungsstudenten vorausschauend und zurückschauend zum Wohl der Universität und künftiger Generationen.

Nicht zuletzt die hohe Anzahl an Universitätsprofessoren, die aus den Reihen der Studentenverbindungen kommen (darunter einige Nobelpreisträger), spricht für diese These. Und dies obwohl der Prozentsatz der studentischen Mitglieder einer Korporation, im Vergleich zur Masse der Studierenden, eher verschwindend gering ist. Nein, nicht Protektion oder eine vermutete Seilschaft sind es, die unsere Mitglieder an die Spitze der akademischen Elite setzen, es ist deren Liebe zur Wissenschaft und die Verbundenheit mit der Universität.

Ein Blick auf diese Seiten lohnt sich:

http://www.academic-societies.org/
http://www.tradition-mit-zukunft.de/
http://www.bruna-sudetia.at/
http://www.sorabia-westfalen.de/

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